NEC wurde erstmals 1993 als New Engineering Contract veröffentlicht. Es handelt sich um eine Reihe von Bauaufträgen, die die Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen den Parteien eines Bauauftrags fördern sollen. Option E ist ein kostenerstattungsfähiger Vertrag, bei dem dem Auftragnehmer die tatsächlichen Kosten erstattet werden, die ihm bei der Ausführung der Arbeiten entstehen, zuzüglich einer zusätzlichen Gebühr. Das damit verbundene finanzielle Risiko wird weitgehend vom Kunden übernommen. Option E enthält die Kernklauseln, sekundäre Optionsklauseln, Zeitpläne von Kostenkomponenten, Vertragsdaten usw. Ein kostenerstattungsfähiger Vertrag kann verwendet werden, wenn Art oder Umfang der durchzuführenden Arbeiten nicht von vornherein richtig definiert werden können und die mit den Arbeiten verbundenen Risiken hoch sind, wie z. B. Notfallarbeiten (z. B. dringende Umbau- oder Reparaturarbeiten oder ein Gebäudeausfall oder ein Brand, der eine sofortige Rekonstruktion oder den Austausch eines Gebäudes erfordert, damit der Bauherr sein Geschäft weiter führen kann). Nachdem Stockhausen zwei Werke vollständig aus Sinustönen komponiert hatte – Studie I und Studie II, 1953 bzw. 1954 – entschied er sich, Klangmaterial zu verwenden, das nicht aus den Geräten im Studio erstellt werden konnte, nämlich Sprache und Gesang.

Beeinflusst wurde er zweifellos von Meyer-Eppler, bei dem er von 1954 bis 1956 Phonetik und Kommunikationstheorie studierte. Von Meyer-Eppler erfuhr Stockhausen von aleatorischen und statistischen Prozessen und zeigte sich überzeugt, dass diese notwendig seien, um die Sterilität zu vermeiden, zu der völlig organisierte Musik tendenziell führt (Kurtz 1992, 68–72). Für seine nächste elektronische Komposition, Gesang der Jünglinge (1955–56), stellte er Verbindungen zwischen den verschiedenen Kategorien menschlicher Sprachklänge einerseits und den drei Hauptarten der Klangproduktion im Studio andererseits her. Vokale (a, e, i, o, sie und Diphthongs wie ai) entsprachen Sinustönen und deren Kombinationen, plosiven Konsonanten (p, k, t) zu Hülsenfrüchten und frikativen Konsonanten wie f, s, sh und ch, rauschenden Geräuschen (Stockhausen 1964, 66–67). Stockhausen unterzog einerseits die Aufnahme der Stimme eines Kindes den gleichen Manipulationen wie die im Studio erzeugten Klänge und Geräusche, andererseits versuchte er, Letzterein in verschiedenen Graden den Vokalklängen anzunähern. Er wollte ein Kontinuum zwischen elektronischen und menschlichen Klängen erreichen (Stockhausen 1964, 59). Jedenfalls sei der erste Schritt zur Einbeziehung anderer Materialien als rein elektronischer Klänge getan worden. Elektronische Musik aus dem Kölner Studio kam damit konzeptuell näher an die Musique concréte aus Paris heran.